Friede sei mit euch
Papst Leo, die lächelnde Sphinx aus Chicago, im Tosen unserer Zeit: zwischen Donald Trump und dem Iran, zwischen AfD und grünen Bischöfen. Zum Glück kommt Pfingsten.
Von Matthias Matussek
Wenn der Spiegel über den «Papst Langeweile» lästert, dann, möchte man meinen, ist der Stuhl Petri ganz gut besetzt. Was hat sein erratischer Vorgänger Franziskus der Una Sancta nur alles zugemutet mit diesem Alles-geht-is-eh-wurscht-Programm! Vom Indio-Pachamama-Zirkus im Vatikan über die Äusserung im islamischen Abu Dhabi, dass alle Religionen das Gleiche suchen, bis hin zu Ratschlägen zum Versohlen ungehorsamer Blagen wurde alles geboten, was grün-linke Stammtische oder Häkelstuben erheitern konnte.
Dann dieses antikapitalistische Armutstheater im Gästehaus, aufwendiger Umzug, sicherheitstechnisch, dafür hatte er in der Mensa alle im misstrauischen Blick. Längst war der hippe Sandalenflirt mit der Öffentlichkeit vorbei, waren die Rolling Stone-Cover dem ermüdenden Ärger mit der Kurie gewichen und den Missbrauchsprotesten in Chile, wo die Gesamtheit der Bischöfe ihren Rücktritt anbot. Zunehmend bösartiger soll er über die Jahre geworden sein, ich stelle ihn mir vor wie den alten Buendía in Gabriel García Márquez’ «Hundert Jahre Einsamkeit», ein finsteres Brüten.
Schlummert da ein Familiendrama?
Der frische Neue, Leo XIV., bürgerlich Robert Francis Prevost, ein Amerikaner, wohnt jetzt wieder da, wo alle Päpste vor Franziskus wohnten, im Apostolischen Palast, 400 Quadratmeter, Blick auf den Petersplatz, geistliche Atmosphäre, vermutlich eingerichtet wie unter Benedikt XVI., an der Wand kein Raffael oder Dürer, sondern eher religiöse Souvenirs aus einer langen Lebensreise.
Er hält Kontakt mit den beiden Brüdern in den USA, Trump-Fans, Maga-Leute, obwohl er selbst erkennbar kein Anhänger des amerikanischen Präsidenten ist. Schlummert bei den Prevosts etwa dasselbe Drama, das auch bei uns Familien entzweit in diesen Zeiten, wo das Politische in jede Faser dringt und Gut und Böse ersetzt? Was dagegen spricht, ist nicht nur das gegen aussen herzliche Verhältnis der Brüder, sondern auch der freundliche Umgang des Papstes mit Trumps wichtigsten Mitstreitern. Er empfängt Vizepräsident J.D. Vance und Aussenminister Marco Rubio, beides gläubige Katholiken, durchaus wohlwollend im Vatikan.
Wer also ist dieser Robert Prevost, und wo steht er auf dem politischen Millimeterpapier? Der Spiegel weiss es auch nicht so richtig: «Leo XIV. ist als blasser Pontifex gestartet. Ein Jahr nach seiner Wahl profiliert sich der erste US-Bürger auf dem Heiligen Stuhl als Anti-Trump. Wohin steuert er die katholische Kirche?»
Die Frage der Fragen. Kann so einfach nicht beantwortet werden.
Zuerst einmal: Er ist für den Frieden und gegen den Krieg, was zur Gründungscharta des Christentums gehört. «Der Friede sei mit euch!», rief Leo XIV. nach seiner Inauguration über den Petersplatz, jawohl, Inauguration, denn da stand nicht nur das Oberhaupt der katholischen Kirche auf der Loggia, sondern auch ein Staatschef, nämlich der des Vatikans, was allen seinen Äusserungen und Handlungen politisches Gewicht gibt.
Wie ist da zu bewerten, dass er gemeinsame Segnungen mit der anglikanischen Bischöfin Sarah Mullally vornimmt, obwohl er sich doch gegen das Frauenordinariat ausspricht? Ein bedeutender katholischer Schriftsteller sagt am Telefon in Rom seufzend: «Nach katholischem Verständnis eine Laiin, kompletter Unfug, alles null und nichtig.» Darüber hinaus gibt es Berichte und Bilder, wie Mullally in der Krypta unter dem Hauptaltar des Petersdoms am Grab des heiligen Petrus gemeinsam mit katholischen Bischöfen liturgische Handlungen ausführte. Das erinnert an die Spektakel unter Franziskus, wo doch Leo XIV. seine Kirche wieder in ruhigere Bahnen führen will.
Nochmals, wer ist diese lächelnde katholische Sphinx aus Chicago, dieser polyglotte Mann mit italienischen, französischen und kreolischen Wurzeln, der einst als Augustinermönch nach Peru ging und die Zwangsrekrutierung junger Indios verhinderte und irgendwann das Wohlgefallen des Papstes fand, als er ihn zu einer Messe in sein Andenkaff einlud? Franziskus kam tatsächlich.
Zivilisationsbruch im Iran
Bei einem Besuch in der Römer Sapienza-Universität verkündete Leo XIV.: «Man darf eine Aufrüstung, die Spannungen und Unsicherheit vergrössert, Investitionen in Bildung und Gesundheit schmälert, das Vertrauen in die Diplomatie widerlegt und Eliten bereichert, denen das Gemeinwohl gleichgültig ist, nicht ‹Verteidigung› nennen.» Das kann man unterschiedlich deuten, je nach Lager.
Meint er mit seiner Kritik den europäischen Rüstungswahn, dieses ständige Gedröhne von Musterung und Kriegstüchtigkeit, alles befeuert von einer masslosen Russenpanik? Oder ist es doch eine Breitseite gegen Trump, der in diesen Tagen – das muss dem Papst auch mal gesagt werden dürfen – mit äusserster Entschlusskraft das Böse bekämpft, nämlich ein Regime, das Anfang Jahr ein Blutbad an der protestierenden Jugend anrichtete?
Es handelte sich, was bei uns noch immer nicht recht angekommen ist, um eine der brutalsten Niederschlagungen von Protesten in so kurzer Zeit, mit Scharfschützen, automatischem Feuer und gezieltem Beschuss auf Kopf und Oberkörper und über 30.000 Toten in zwei Tagen (Quelle: Time).
Wie verhält sich Papst Leo XIV. zu diesem Zivilisationsbruch? Er ist schwer einzuordnen, der Neue. Ältere Youtube-Videos zeigten mir einen interessanten amerikanischen Intellektuellen, und so habe ich über ihn geschrieben. Möglicherweise habe ich mich getäuscht. Möglicherweise ist er gar nicht so intelligent.
Jedenfalls ist es erstaunlich, dass Leo XIV. dem Vertreter des iranischen Mörderregimes soeben den Pius-Orden überreichen liess, durch Staatssekretär Kardinal Parolin, den er von Franziskus übernommen hat, wie er alle von Franziskus ernannten Behördenvertreter im Vatikan unangetastet liess. Dem aufkommenden Protestgemurmel begegnete Parolins Kanzlei mit der saloppen Erklärung, die Ordensverleihung sei ein Routinevorgang, der alle betreffe, die länger als zwei Jahre am Heiligen Stuhl akkreditiert sind.
Allerdings, Eminenz, möchte man hier einwenden, vertritt der geehrte Botschafter nicht Liechtenstein, sondern eine Verbrecherregierung, die nur noch sehr vorläufig amtiert: ein Regime, das noch im Untergang auf sein Volk schiesst, ein christenfeindliches Regime, Glutkern des heutigen Islamismus, der bis in den Westen hinein metastasiert.
Ja, erstaunlicherweise hat diese atomar aufrüstende Verlierer- und Opferideologie das Christentum bei uns vielerorts auf den Strassen verdrängt und zu einem ganz heissen Stoff für die verlorene Jugend werden lassen. Diese jungen Menschen auf Sinnsuche wirken wie hypnotisiert, all diese Hamas-Fans mit blauen Haaren untergehakt mit arabischen Judenhassern. Und dafür einen päpstlichen Orden? Hätte man damit nicht ein paar Monate zuwarten können, bis sich diese Zwangslage aufgelöst hat?
Im vatikanischen Statut steht «2+», die Fälligkeit der Verleihung gilt also von zwei Jahren aufwärts, drei sind durchaus möglich. Man könnte hier, jenseits aller theologischen Fragwürdigkeiten, zumindest von einem handwerklichen Fehler des Staatssekretärs und seines Chefs auf dem Stuhl Petri reden. Oder war am Ende alles genau so gewollt? Als Kritik am Krieg des amerikanischen Präsidenten?
Exkurs über eine neue Geisteskrankheit: das «Trump Derangement Syndrome», das Trump-Verblödungssyndrom. Die zahllosen Kritiker werfen dem Präsidenten ja alles Mögliche vor: Feigheit, wenn er verhandelt («Trump always chickens out»), Trump macht immer einen Rückzieher, und Rücksichtslosigkeit, wenn er kämpfen lässt. Er kann tun, was er will, er liegt falsch. Vor die Alternative Hamas oder Trump gestellt, bevorzugen nicht wenige Befragte in Strasseninterviews die Hamas, absurderweise selbst Frauen und Homosexuelle. Auch die Mainstream-Medien, die im Iran keinen Tag ihrer Arbeit nachgehen könnten, wünschen dem demokratisch gewählten US-Präsidenten mehr oder weniger offen eine Niederlage. Ist am Ende auch der Nachfolger Petri von dem heimtückischen, offenbar hochansteckenden «Trump Derangement Syndrome» befallen?
Trump blafft zurück
Prevost stammt aus Chicago, dem home turf von Barack Obama, Trumps Vorgänger im Weissen Haus. Der Spiegel schreibt, der Papst «profiliert sich als Anti-Trump». Tatsächlich liess er Trump via New York Times zur Ordnung rufen, worauf dieser durchaus berechtigt zurückblaffte, dass die Atombombe in den Händen dieses schiitischen Todeskults eine Bedrohung für die Welt sei, auch für die christliche.
Den Verdacht einer politischen Bösartigkeit gegen Trump nährte der Umstand, dass sich der Papst vor seiner Kritik mit David Axelrod traf, dem Top-Berater Obamas, und kurz darauf mit drei sehr progressiven amerikanischen Kardinälen. Mit der Ordensverleihung an das iranische Regime bezog Papst Leo dann erneut Position, und wieder auf Seiten der Linken.
Man kann die wohl berühmteste christliche Konvertitin, die Iranerin Marziyeh Amirizadeh, verstehen, wenn sie diese päpstliche Auszeichnung als «Schande» bezeichnet. Die junge Frau war wegen Apostasie, also Abfall vom Glauben, zum Tod durch Hängen verurteilt worden. Sie verbrachte 250 Tage im berüchtigten Evin-Foltergefängnis in Teheran, um auf ihre Hinrichtung zu warten. Ihr Fall ging um den Globus. Es war Papst Benedikt XVI., der das Mädchen schliesslich freibekam.
Nun also meldet sie sich in einem traurigen und wütenden Beitrag in der Jerusalem Post. Ausgerechnet den Vertreter des Regimes, das immer noch Unschuldige hinrichtet, erachtet der Vatikan für ordenswürdig: «Das ist eine Beleidigung für Millionen von Iranern.»
Das Interessante daran ist hier wohl, dass die Christin den nationalen Ton anschlägt, also eine Saite berührt, die alle Lager, über alle religiösen Demarkationen hinaus, vereint. Sie spricht von ihren iranischen Landsleuten. Der Papst hat also den Anschein erweckt, mit der falschen Seite paktiert und das geknechtete Volk, das um seine Freiheit kämpft, missachtet zu haben. Nur ein diplomatischer Fehler?
Es gibt den gerechten Krieg, denn das Friedensgebot der Kirche kennt Ausnahmen.
Trump hat den Iran innerhalb von dreissig Tagen kleingebombt, nun erwürgt er das Regime wirtschaftlich. Es ist ein gerechter Krieg, denn er ist kurz und zielführend und gibt dem unterdrückten Volk Hoffnung – die Parameter für einen bellum iustum liegen vor, das weiss auch der Papst, denn das Friedensgebot der Kirche kennt Ausnahmen. In der Seeschlacht von Lepanto Anno Domini 1571 verteidigte die Kirche das christliche Abendland gegen die muslimischen Eroberer, sie zog mit dem Bild der Mutter Gottes in den Kampf.
Auch biografisch ist Leo XIV. mit dem Thema vertraut. Sein Vater, Louis Marius Prevost, ein Angehöriger der Greatest Generation, war Soldat der US Navy und nahm an der Landung in der Normandie teil. Das war im August 1944, und Nazideutschland war kein Jahr später niedergerungen, besiegt. Manchmal muss man den Frieden eben erkämpfen.
«Lesbische Frau als Ebenbild Gottes»
Gerade mal ein Jahr ist «Papst Langeweile» nun im Amt, und natürlich gäbe es Handlungsbedarf auf anderen Baustellen. Noch immer werden in muslimischen Ländern Christen abgeschlachtet, noch immer gehen Kirchenmitglieder in Scharen von der Stange, und meine Schweizer Leser mögen es mir verzeihen, dass ich hier die deutsche katholische Kirche als Beispiel heranziehe, die ich als Deutscher am besten kenne.
Diese Kirche also, die auch die meine ist, wird überschwemmt mit kirchenfernem Gender- und Öko-Klimbim. Auf dem soeben beendeten deutschen Katholikentag gab es Workshops wie «Bibel queer gelesen», «Segnungsgottesdienste mit trans* Personen», «Lesbische Frau als Ebenbild Gottes» et cetera. Ein Workshop für Sadomaso-Fans mit Fesselsex durfte nicht fehlen. Selbstverständlich wurde auch die Klimareligion hoch und runter bespielt mit Podien zu Themen wie «Macht Klimaschutz arm?». Hier wäre ein Durchgreifen angesagt, Heiliger Vater!
Aufgeboten wurde protestantische Systemprominenz wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, die Immigrationsaktivistin Katrin Göring-Eckardt und die grüne Millionärsgöre Luisa Neubauer. Alle und weitere gemeinsam moralisierend in den Abgrund, aber diesmal mit deutscher Gründlichkeit und Konsequenz – das wäre unsere deutsche Antwort auf den Opferkult der Schia mit ihren Flagellanten.
Es ist fürchterlich, Heiliger Vater, diese schon bösartige Zerstörung deutscher Spitzentechnologie mitansehen zu müssen und die selbstauferlegte Rückkehr in die mittelalterliche Windmühlentechnik. Kann man nicht über das Kirchenrecht eventuell diesen protestantischen deutschen Sonderweg verbieten, da muss sich doch irgendetwas hinbiegen lassen, vielleicht sogar für die Ewigkeit? Nein? Okay …
Wir haben uns von grünen Kinderbuchautoren mit ihren Patsche- und Klatschehändchen diesen Windmühlenquatsch andrehen lassen, abgesichert von kommunistischen Kadern. In Dschibuti lachen sie über uns, Heiliger Vater! Der weltweite Energieertrag der Windmühlen liegt bei gerade einmal einem Prozent, dafür ruinieren wir Gottes Schöpfung, planen unsere Märchenwälder, zerhäckseln Vögel, giessen Betondecken gross wie Fussballfelder. Sind nicht auch Hybris und Denkfaulheit Sündenfälle, Heiliger Vater? Wäre es nicht an der Zeit, Franziskus’ grüne Umweltenzyklika «Laudato si’» neu zu interpretieren?
Ausdrücklich ausgeladen vom Katholikentag war die AfD, die grösste deutsche Oppositionspartei, die Millionen Wähler vertritt, darunter viele gläubige Katholiken. Nichts drückt den verblasenen, moralisierenden Hochmut der katholischen Elite Deutschlands drastischer aus als dieser unchristliche Ausschluss des Kirchentages. Es ist ein Hochmut, gegen den unser Religionsgründer Jesus Christus nimmermüde polemisierte in seinen Attacken auf die Pharisäer. Jesus setzte sich mit Zöllnern und Prostituierten an einen Tisch und zog damit den Zorn der Schriftgelehrten auf sich.
Hier herrscht Alarmstufe Rot. Auf ihrem sogenannten synodalen Weg in Deutschland versuchen aktivistische Laien im Verein mit Feministinnen und Grünen eine Protestantisierung der katholischen Kirche durchzudrücken, alles «basisdemokratisch» unter regem Anschub von progressiven Bischöfen, die «blinzelnd», wie Nietzsches Zarathustra sagen würde, an ihrer Entmachtung arbeiten. Das alles mit Kampfabstimmungen und Anträgen zur Geschäftsordnung.
Ach, wer bin ich, dem Stellvertreter Gottes auf Erden Ratschläge zu erteilen? Aber mir fällt einer ein.
So steuert die deutsche Kirche in offenem Ungehorsam auf ein Schisma zu, angeführt von Geistlichen wie dem Münchner Kardinal Marx, als Erzbischof von München und Freising ein Nachfolger Joseph Ratzingers, des späteren Benedikt XVI., dieses grossen deutschen Papstes. Er, Marx, verbarg auf dem Tempelberg schamhaft das Kreuz, um seine muslimischen Freunde nicht zu verärgern, er will eine Kirche mit Priesterinnen, die Aufhebung des Zölibats, die Abschaffung der Weihesakramente und möglichst ein paar Suren zum Gloria.
Schon der zeitgeistigen Spleens durchaus zugetane Franziskus wies derlei Versuche zurück: «Es gibt doch bereits eine evangelische Kirche in Deutschland, wir brauchen keine zweite.» Offenbar wurde er ignoriert.
Dynamit am Gebäude der Weltkirche
Nach einem erneuten Vorstoss von Kardinal Marx zur Segnung homosexueller Paare, pures Dynamit am Gebäude der Weltkirche, sprach Leo XIV. nun ein Machtwort, ein kluges obendrein. Besonders die Kirche in Afrika würde einen solchen Weg nicht mitgehen. Die Einheit der Kirche, so der Papst, dürfe nicht auf sexuelle Ethik reduziert werden.
Auch Marxens Versuch, AfD-Mitglieder aus der Kirche auszuschliessen, konterkarierte er, als er zeitgleich mit dem deutschen Katholikentag den AfD-Bundestagsabgeordneten Malte Kaufmann empfing. Der beglückte den Pontifex (wörtlich: Brückenbauer) mit der Aussage, dass die AfD für Familie und christliche Werte einstehe. «Er hat sich ausdrücklich dafür bedankt», berichtete Kaufmann. Zum Ungehorsam deutscher Bischöfe gegenüber Rom in der Frage des Segnens gleichgeschlechtlicher Paare sagte der Papst: «Es gibt grössere Moralthemen, etwa Freiheit oder Gerechtigkeit.»
Geht es nicht gerade darum auch in Donald Trumps Kampf gegen das iranische Regime, Heiliger Vater? Wie wäre es, Sie trennten sich von Staatssekretär Parolin und schickten den 71-jährigen, seit dreizehn Jahren an der Spitze der vatikanischen Administration wirkenden Kardinal in den gewiss wohlverdienten Ruhestand, als Entschuldigung und Zeichen der Anteilnahme mit der gemordeten und gefolterten Jugend des Iran? Vor allem sollten Sie die erwartungsvolle Krawallbereitschaft der Medien und der Anti-Trumper ignorieren.
Ach, wer bin ich, dem Stellvertreter Gottes auf Erden Ratschläge zu erteilen? Aber mir fällt einer ein. An Pfingsten feiern wir den Geburtstag der Kirche und erbeten die Aussendung des Heiligen Geistes, durch den der Herr sein Versprechen hält, das er vor der Himmelfahrt gab: «Ich werde bei euch sein bis ans Ende der Welt.»
Weltwoche Nr. 21.26
Quelle: Weltwoche
Kämpfen Sie mit!
Wie Sie sicher gesehen haben, kommen meine Beiträge ohne Werbung aus. Daher: wer mich in meinem Kampf gegen eine dumpfe Linke, die auf Binnen-Is und Gendersternchen besteht, aber Morddrohungen nicht scheut, unterstützen möchte, besonders für allfällige gerichtliche Auseinandersetzungen, kann es hier tun.
