In diesen heftigen Stunden nach der Wahl in Sachsen-Anhalt schlägt Matussek Ruhe, Lässigkeit und einen Drink vor, und die Coolness der Crooner, die mit einem Glas in der Hand, einer Zigarette in der anderen, nah am Mikrofon ihre Songs phrasieren, also ein bisschen Swing und Jazz, um die Nerven zu beruhigen. Damit erfüllt Matussek anders als die Regierung prompt einen Wähler- beziehungsweise Hörerwunsch.

Also erleben wir Bing Crosby, Nat King Cole, Frank Sinatra, Dean Martin, Bobby Darin, Perry Como und last, but not least die berückende Julie London. Die Geschichte des „Rat Pack“ und deren legendäre „Summits“, die sie im Sands-Hotel in Las Vegas nach den Dreharbeiten zu „Ocean’s Eleven“ abhielten, ohne Konzept auf der Bühne herumstanden, sich übereinander lustig machten und einfach eine gute Zeit hatten. Wie Nat King Cole rassistische Kampagnen abtropfen ließ, warum Julie London nur singen konnte, wenn das Licht ausgeschaltet war, und was Tony Bennett als GI erlebte, als er Dachau befreite. Der Streit um „Mack The Knife“, den Song Mackie Messers in Brechts „Dreigroschenoper“. Was Dean Martin wirklich im Glas hatte, wenn er über Liebe sang. Warum Bing Crosby das „Crooning“ erfand und wie Frank Snatra es vollendete. Und wie immer Briefe.

Quelle: kontrafunk.radio


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