Lieber Donald Trump

Sie sind das Gesicht der mittlerweile geschredderten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, ja, Sie verkörpern das Endstadium dieser traditionsreichen Arbeiterpartei, die mittlerweile auf 12 Prozent heruntergewirtschaftet ist.

Nein, nicht Babyface Lars Klingbeil, der einstige Antifa-Kämpfer, auch nicht die Hauptschülerin Bärbel Bas – Sie, der folgsame Hinterbänkler einer wirklichkeitsfremden, beamteten SPD-Führung, verkörpern all das, was Arbeiter im Zorn zur AfD treibt.

Ihnen sind Arbeitsplätze ganz offenbar egal, dafür engagieren Sie sich mordsmässig für Schwulenrechte, Ehe für alle, für Identitätspolitik, also alles, was den Facharbeiter bei Daimler oder Bosch nicht die Bohne interessiert.

Soeben haben Sie in einer Bundestagsdebatte zum schwulen Pornoskandal an einer sächsischen Schule die AfD attackiert. Die hatte Aufklärung darüber verlangt, wie die SPD-Jugendorganisation «Die Falken» dazu komme, Kindern homopornografische Bilder vorzulegen. Eine legitime Frage, sollte man denken. Veranstaltet wurde dieser pädagogische Skandal von der linksradikalen Denunziationsplattform Amadeu-Antonio-Stiftung, die lange Jahre mit Millionenbeträgen gefördert wurde.

Sie nannten diese Schmuddelei für Minderjährige ein «ausserschulisches Bildungsangebot». Möglicherweise waren Sie blind, weil Sie in Ihrer Jugend selber Ferienlager bei den Falken absolvierten, wo Kondome verteilt wurden. Sie daraufhin salopp: «Wenn Sie mit elf Jahren sexuelle Kontakte haben wollten, dann lieber geschützt als ungeschützt.»

Nun, lieber Helge Lindh, Sie haben nie an einer Werkbank gestanden, nie eine Betriebskostenrechnung angefertigt. Sie haben Kulturwissenschaften studiert. Während Ihre Häuptlinge Klingbeil und Bas mit ihrer absurden Klima- und Abgabenpolitik Betriebe in den Konkurs oder ins Ausland treiben, halten Sie still. Aber in Identitätsfragen trumpfen Sie auf.

Fällt Ihnen nicht auf, dass Sie falsche Prioritäten setzen und eigentlich die Arbeiterschaft verraten?

Mit freundlichen Grüssen
Matthias Matussek

Quelle: Weltwoche



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