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Erschienen auf SPIEGEL Online am 12. November 2011
Faule Menschen, kaputte Sozialsysteme und maulige Deutsche, die keine Lust mehr auf ihre historische Schuld haben – so beschrieb Niall Ferguson im SPIEGEL die drohende Auflösung Europas. Seltsame Thesen, findet Matthias Matussek. Will der britische Euro-Kritiker gar Geld aus Germany?
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Erschienen in SPIEGEL Ausgabe 40/2011
Literaturkritik: Umberto Ecos ausufernder Roman “Der Friedhof in Prag”
Was für eine Oper des Hasses, die Umberto Eco mit seiner Belle-Époque-Schwarte “Der Friedhof in Prag” da angerichtet hat. Ein Libretto aus Gift und Galle, aus Hass auf alles, was sich bewegt, auf die unverschämten Zigeuner, die treulosen Italiener, auf die Deutschen, verfressen und lüstern wie Luther, die bekanntermaßen doppelt so viel Fäkalien produzieren wie die Franzosen, und die, na klar, sind faul, eifersüchtig, maßlos eingebildet.
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Erschienen in SPIEGEL Ausgabe 39/2011
Klaus Kinski war der Expressionist des deutschen Kinos, eitel, größenwahnsinnig, verletzlich. Jetzt ist sein Nachlass in Buchform erschienen.
Gleich zwei runde Jubiläen liegen ja nun in Reichweite, um an Klaus Kinski zu erinnern, diesen zartesten aller Berserker, diesen Dadakünstler der Selbstvermarktung.
Da wäre der 85. Geburtstag jetzt im Oktober, im November dann der 20. Todestag, und sofort fällt uns schmerzlich auf, wie sehr unseren Tagen alles Kinski-hafte, also poetisch Maßlose, abgeht.
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Erschienen auf SPIEGEL Online am 21. September 2011
Kurz vor seinem Deutschland-Besuch hat sich die Kritik an Benedikt XVI. zu einer regelrechten Besessenheit gesteigert, meint Matthias Matussek. Der neue Kulturkampf wird nicht zwischen Protestanten und Katholiken ausgetragen, sondern zwischen Zeitgeistlern und Beharrungs-Religiösen. Eine Polemik.
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Erschienen in SPIEGEL Ausgabe 38/2011

Warum der Katholizismus nicht protestantisch werden darf
Es war dieser Moment, der das sechsjährige Pontifikat von Benedikt XVI. in einem Bild zusammenfasste: der weißhaarige Hirte der Weltkirche im Sturm. Unbeirrt, aber lächelnd.
Es geschah auf dem Feld der “Vier Winde” in Madrid, der alte Pontifex am Altar, zu seinen Füßen rund anderthalb Millionen Jugendliche im Gras, als ein Sturm aufkam, ein Brausen, das alles verschluckte und am goldenen Lebensbaum rüttelte, der dem Papst als Baldachin diente. Man spannte einen Schirm vor ihm auf gegen den Regen, doch eine seitliche Kamera behielt ihn im Fokus, und alle konnten sehen: Er lächelte. Die Mozzetta war verrutscht, die Haare zerzaust, doch der Papst lächelte gegen den Sturm an, und das war es, was die Großbildwände übertrugen. Dann diese Geste mit der Hand, ihr seid nicht allein, ich halte mit euch aus, und die Jugendlichen aus allen Ländern der Erde verstanden und feierten ihn. Als der Sturm vorüber war, rief der Papst: “Danke für eure Fröhlichkeit”, das als Erstes, und “danke für eure Ausdauer”, und das war im Kern das, was er ihnen ohnehin sagen wollte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Erschienen auf SPIEGEL Online am 17. August 2011
Der Papst fliegt zum Weltjugendtag nach Madrid, und Matthias Matussek ist dabei. Zwei Fragen darf er dem Heiligen Vater stellen. Nur welche? Was will man von Benedikt XVI. wissen? Hält man es hochpolitisch oder eher alltäglich-banal?
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Erschienen auf SPIEGEL Online am 19. August 2011
Früh aufstehen, früh anstellen, lange warten. Am zweiten Tag seiner Pilgerreise nach Madrid trifft Papst-Verehrer Matthias Matussek endlich mit Benedikt XVI. zusammen – auf ein paar Minuten im Flugzeug.
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Erschienen auf SPIEGEL Online am 20. August 2011
Benedikt XVI. versetzt Madrid in eine fromm-fröhliche Glückseligkeit. Am dritten Tag seiner Pilgerreise geht Matthias Matussek der Frage nach, warum ausgerechnet ein prinzipienstrenger 84-Jähriger der Held der Jugend ist. Und stellt gleich ein paar Dinge richtig.
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Erschienen auf SPIEGEL Online am 21. August 2011
Am vierten Tag seiner Papst-Reise erlebt Matthias Matussek den Sturm auf dem Feld der “Vier Winde”. Und einen Papst, der dem Unwetter gemeinsam mit seinen Jugendlichen trotzt, lächelnd.
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Erschienen auf SPIEGEL Online am 7. August 2011
Die Breivik-Keule ist sicher, sie ist wirksam, sie kann von jedem Deppen geschwungen werden. Wer immer von dem Massenmörder in seinem Manifest zitiert wird, meint Matthias Matussek, steht in dem Verdacht, zu dem Verbrechen angestiftet zu haben. Nur einer hat Glück: der Papst. Diesen Beitrag weiterlesen »



