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Erschienen in SPIEGEL Ausgabe 03/2012

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FILMKRITIK: In der Dokumentation “A Man Within” wird noch einmal der legendäre William S. Burroughs gefeiert.


Es muss irgendwann in den achtziger Jahren gewesen sein. James Grauerholz hatte seinen Freund William S. Burroughs aus seinem “Bunker” in Manhattan ins gesunde Lawrence in Kansas verfrachtet, um ihm die Junkies und die Stricher vom Leibe zu schaffen, um diesem inzwischen alt gewordenen Herrn das Leben zu retten, um ihm vielleicht so etwas wie einen Lebensabend zu verschaffen.
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Erschienen in SPIEGEL Ausgabe 51/2011

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Die pakistanische Konvertitin Sabatina kämpft gegen die Verfolgung von Christen. Sie selbst lebt in Deutschland im Opferschutz, weil sie wegen ihres Abfalls vom Islam mit dem Tod bedroht ist. Kein Weihnachtsmärchen.

Sie müssen einfach dorthin gehen”, sagt Sabatina am Telefon, “es ist wichtig”, und es klingt so, als dulde sie keinen Widerspruch. Als sollte ein Stellvertreter für sie hingehen, denn sie kann nicht. Es wäre lebensgefährlich. Sie lebt im Opferschutz, und Demonstrationen sind schwer zu sichern.
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Erschienen auf SPIEGEL Online am 23. November 2011



Seit fünf Jahren ist Matthias Matussek mit seinem Video-Blog auf SPIEGEL ONLINE zu sehen – ursprünglich als reiner Nachrichten-Blog geplant, wurde im Laufe der Jahre muntere Videokunst daraus. Mal Volkshochschule, mal Anarcho-Kabarett. Zum Jubiläum gibt’s Matussek XL in Wort und Bild.
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Erschienen auf SPIEGEL Online am 12. November 2011



Faule Menschen, kaputte Sozialsysteme und maulige Deutsche, die keine Lust mehr auf ihre historische Schuld haben – so beschrieb Niall Ferguson im SPIEGEL die drohende Auflösung Europas. Seltsame Thesen, findet Matthias Matussek. Will der britische Euro-Kritiker gar Geld aus Germany?
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Erschienen in SPIEGEL Ausgabe 40/2011

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Literaturkritik: Umberto Ecos ausufernder Roman “Der Friedhof in Prag”

Was für eine Oper des Hasses, die Umberto Eco mit seiner Belle-Époque-Schwarte “Der Friedhof in Prag” da angerichtet hat. Ein Libretto aus Gift und Galle, aus Hass auf alles, was sich bewegt, auf die unverschämten Zigeuner, die treulosen Italiener, auf die Deutschen, verfressen und lüstern wie Luther, die bekanntermaßen doppelt so viel Fäkalien produzieren wie die Franzosen, und die, na klar, sind faul, eifersüchtig, maßlos eingebildet.
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Erschienen in SPIEGEL Ausgabe 39/2011

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Klaus Kinski war der Expressionist des deutschen Kinos, eitel, größenwahnsinnig, verletzlich. Jetzt ist sein Nachlass in Buchform erschienen.

Gleich zwei runde Jubiläen liegen ja nun in Reichweite, um an Klaus Kinski zu erinnern, diesen zartesten aller Berserker, diesen Dadakünstler der Selbstvermarktung.

Da wäre der 85. Geburtstag jetzt im Oktober, im November dann der 20. Todestag, und sofort fällt uns schmerzlich auf, wie sehr unseren Tagen alles Kinski-hafte, also poetisch Maßlose, abgeht.
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Erschienen auf SPIEGEL Online am 21. September 2011



Kurz vor seinem Deutschland-Besuch hat sich die Kritik an Benedikt XVI. zu einer regelrechten Besessenheit gesteigert, meint Matthias Matussek. Der neue Kulturkampf wird nicht zwischen Protestanten und Katholiken ausgetragen, sondern zwischen Zeitgeistlern und Beharrungs-Religiösen. Eine Polemik.
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Erschienen in SPIEGEL Ausgabe 38/2011

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Warum der Katholizismus nicht protestantisch werden darf

Es war dieser Moment, der das sechsjährige Pontifikat von Benedikt XVI. in einem Bild zusammenfasste: der weißhaarige Hirte der Weltkirche im Sturm. Unbeirrt, aber lächelnd.

Es geschah auf dem Feld der “Vier Winde” in Madrid, der alte Pontifex am Altar, zu seinen Füßen rund anderthalb Millionen Jugendliche im Gras, als ein Sturm aufkam, ein Brausen, das alles verschluckte und am goldenen Lebensbaum rüttelte, der dem Papst als Baldachin diente. Man spannte einen Schirm vor ihm auf gegen den Regen, doch eine seitliche Kamera behielt ihn im Fokus, und alle konnten sehen: Er lächelte. Die Mozzetta war verrutscht, die Haare zerzaust, doch der Papst lächelte gegen den Sturm an, und das war es, was die Großbildwände übertrugen. Dann diese Geste mit der Hand, ihr seid nicht allein, ich halte mit euch aus, und die Jugendlichen aus allen Ländern der Erde verstanden und feierten ihn. Als der Sturm vorüber war, rief der Papst: “Danke für eure Fröhlichkeit”, das als Erstes, und “danke für eure Ausdauer”, und das war im Kern das, was er ihnen ohnehin sagen wollte. Diesen Beitrag weiterlesen »



Erschienen auf SPIEGEL Online am 17. August 2011



Der Papst fliegt zum Weltjugendtag nach Madrid, und Matthias Matussek ist dabei. Zwei Fragen darf er dem Heiligen Vater stellen. Nur welche? Was will man von Benedikt XVI. wissen? Hält man es hochpolitisch oder eher alltäglich-banal?
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Erschienen auf SPIEGEL Online am 19. August 2011



Früh aufstehen, früh anstellen, lange warten. Am zweiten Tag seiner Pilgerreise nach Madrid trifft Papst-Verehrer Matthias Matussek endlich mit Benedikt XVI. zusammen – auf ein paar Minuten im Flugzeug.
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