Nov 26 2009

Bücher

admin @ 23:28

Meine Bücher

jung-und-schönAls wir jung und schön waren

Sie wurden gefeiert und verdammt, die 68er in ihrem Jubiläumsjahr. Unerzählt
blieb die Geschichte ihrer jüngeren Brüder zwischen Kifferei und Anarchie. Matthias Matussek,
holt dies nach. In einer bunten Collage aus Essays, Reportagen und Kurzgeschichten erzählt er vom Werdegang eines Jesuitenschülers, der als 16-jähriger in eine maoistische WG gerät, sich später aufmacht nach
Indien und schließlich zum Journalismus findet. In der Alternative zwischen Terror und Krach entschied sich Matussek – Jahrgang 1954 – für den Krach, für Nonsens, für frühen Punk.
Sein Buch ist kein Scherbengericht, im Gegenteil. Unter dem apokalyptisch verhängten Himmel
der Gegenwart plädiert er für den Aufbruch als jugendliches Recht.

Annemarie Stoltenberg vom NDR sagt zum Buch:
Matthias Matussek jongliert kühn mit Sonnenaufgängen und Weltuntergängen, zwischen Pop-Lyrismen und Klischees lässt er überraschende Erkenntnisse funkeln; er kann pathetisch sein, daneben hauen und bewundern, nur langweilen kann er nicht.

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wir-Deutschen
Wir Deutschen

Warum die anderen uns gern haben können

Hässlich, humorlos, besserwisserisch und schwermütig so sind wir Deutschen. Kein Wunder, dass uns keiner liebt, am wenigsten wir uns selbst. Stimmt das denn?

Oder haben wir uns nur so sehr an das “Leiden an Deutschland” gewöhnt, daran, dass Jammern zum guten Ton jedes anständigen deutschen Intellektuellen gehört?

Ohne Mitleid, ganz direkt und mit Witz nimmt sich Matthias Matussek unsere Politikverdrossenheit, Investitionsmüdigkeit und unseren Sparzwang vor und entdeckt das Unglaubliche: Deutschland kann begeistern, sich selbst und andere!

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PalasthotelPalasthotel

Sechzehn Jahre ist es her und schon vergessen. Was vom Fall der Mauer übrig blieb, sind ein paar Fernsehbilder, ein kleiner Vorrat von Zitaten und Klischees.
Matthias Matussek war dabei und hat alles festgehalten: das Gewühl der Demonstranten vor dem ZK, die Geisterfahrten durch die Provinz, die Freude und die Gier, den Wirrwarr und die Wut. Ein Dreivierteljahr hat er sich eingenistet im Ost-Berliner Palasthotel, Zimmer 6101. Hautnah beschreibt er die Fassaden und die Hintertreppen der “Wende”, die eher einer riesigen Karambolage glich. Und er verschweigt auch nicht die Schäden, die der Zusammenstoß zweier Gesellschaftssysteme zur Folge hatte und die bis heute schmerzen.

Der Bund schreibt:
Matussek ist zum Reporter geboren. Seine Reportagen sind dicht, manchmal schockierend unsentimental, sprunghaft, weil er bis zur Erschöpfung alle Eindrücke in sich aufsaugt, aber auch witzig und voller überraschender Bilder und Assoziationen; diese Reportagen waren damals und sind auch heute etwas vom Eindrücklichsten, was es über diese Zeit zu lesen gibt.

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DickichtIm magischen Dickicht des Regenwaldes. Reise durch den Amazonas

Auf anstrengenden Erkundungstouren zu Wasser und zu Lande hat Matthias Matussek wie einst der Dschungel-Pionier Alexander von Humboldt eine der beeindruckendsten Regionen der Erde bereist. Nur »für Liebhaber schmutziger Saunas« könne diese »grüne Hölle« den Himmel bedeuten, meint er. Zivilisationsmüden Wohlstandstouristen stehen mittlerweile an den Uferböschungen des wasserreichsten Flusses klimatisierte Nobelhotels zur Verfügung, in denen sie einen exklusiven Abenteuerurlaub der Sonderklasse samt inszeniertem Urwaldparadies erleben – freilich ohne der Natur zu nahe zu kommen. Die Software-Firma Precious Woods, deren teures Datenverarbeitungsprogramm jeden Urwaldriesen erfassen kann, strebt durch die Quantifizierung des Dschungels eine ähnliche Enträtselung des Mysteriums Regenwald an. Die »grünen Lungen« der Erde aber bleiben dennoch voll Magie und atemberaubend im wahrsten Sinne. Matussek lässt sich auf das Wuchern und Verschlingen des Urwalds ein und feiert drei ausgelassene Nächte lang mit Hunderttausenden den Indianerkarneval Boi-Bum-Ba. Am Kontinent der starken Frauen trifft der Autor auch auf eine zeitgenössische Amazone: die Politikerin Marina Silva, Tochter eines Gummizapfers, kämpft in einem patriarchalischen System gegen korrupte Männercliquen und die Kolonisatoren des Waldes. Vom Caboclo Joãozinho schließlich lässt sich Matussek erzählen, wieso er in dieser Welt der Extreme, die Klaus Kinski bei den Dreharbeiten zu »Aguirre« in den Wahnsinn trieb, nur nach der Liebe süchtig ist.

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GeliebteGeliebte zwischen Strand und Dschungel

Die Wettbewerbe, die in Rio ausgefochten werden, sind so einzigartig wie die Stadt selbst. Eine Hauptdisziplin ist dabei unbestreitbar das Feiern: Rio ist eine Metropole der Feste.
Neben dem Höhepunkt der Karnevalsumzüge, dem alljährlichen Magneten für Zehntausende Touristen, feiert man in Rio auch kleinere Feste im großen Stil, farbenprächtig, demonstrativ und lebensbetont. Der »Spiegel«-Korrespondent Matthias Matussek hat viele Jahre in Rio gelebt und sich in dieser Zeit in die »schönste Stadt der Welt« verliebt.
Er erzählt von ihren schillernden Seiten, vom Strandleben und der Fußballbegeisterung, aber auch vom Halbdunkel, das genauso zum Alltag gehört wie die Lebenslust. So unterhält er sich mit Polizisten, die sich gegen die übliche Praxis der Bestechung verwehren und einen aufrechten Kampf gegen Drogenmafia und Gewalt führen, besucht eine »Churrascaria« und gibt sich den Wonnen der brasilianischen Fleischeslust des Gaumens hin, begegnet dem Bestsellerautor Paulo Coelho, mit dem er das kürzeste Interview seiner Reporterkarriere führt, und durchstreift das berühmte Maracaná-Stadion, in dem die verbreitetste der brasilianischen Drogen, nämlich der Fußball, von seinen süchtigen Fans konsumiert wird.

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RupertRupert oder Die Kunst des Verlierens

Ein Name, den man sich wird merken müssen: Rupert Lubowitz aus Rockaway Beach, New York, aufsteigender Stern am Schauspielerhimmel und oscarverdächtig – findet zumindest einer, nämlich Rupert selbst.
Aber der erhoffte Anruf aus Hollywood läßt auf sich warten. Für Rupert reihen sich die Flops wie die Perlen auf der Schnur: Er ist der Casanova ohne Frauen, der Guru ohne Gefolgschaft, und selbst als Hochstapler ist er eine Fehlbesetzung.
Wie es dann doch dazu kommt, daß Steven Spielberg ihm eine Rolle als Flugsaurier anbietet – das ist nur eine Episode aus der Unmenge farbiger und komischer Szenen, die dieses Buch versammelt.

Matussek macht das über acht Entwicklungsetappen sich erstreckende Buch zu einer zwischen Bildungsroman und Gesellschaftspanorama angesiedelten Prosa-Bilanz der zerplatzten Hoffnungen.

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AvenueFifth Avenue

›Der Tag, an dem Adolf Hitler die Kellerwäscherei von Ellen Koch auf der Upper West Side überfiel, war ein sonniger, kalter Herbsttag, und er begann mit einer Gardinenpredigt.‹ So beginnt die Geschichte von der scheinbar skurrilen alten Wäscherin Ellen Koch – und so lautet der Auftakt zu Matusseks Debüt als Erzähler. Schauplätze, Schicksale und Tonarten dieser Stories könnten kaum bunter und vielfältiger sein: Da ist die Geschichte von Jim Dole, dem letzten Cayuse, der im Reservat von Green Springs das Vermächtnis seiner Ahnen verwaltet – bis zu dem Tag, an dem er Amok läuft. Oder eine Touristenhochburg in Mexiko, die einer Stewardess fast zum Verhängnis wird. Jungdealer erleben eine dramatische Zeit in einem indischen Gefängnis. Oder das Leben klassenkampfbegeisterter Wohlstandskids in der Bundesrepublik der siebziger Jahre. Ein Dramolett über die deutsche Spaltung in Ost und West – privater Art. Und immer wieder New York, das glitzernde, trostlose, herausfordernde New York als Kulisse für eine Intellektuellenparty, für eine junge Frau, die auf ihr Todesurteil wartet, für einen Taxifahrer, der mit seinen Weltanschauungen nicht hinter dem Berg hält. Matussek schreibt metropolitane Literatur, beweglich und elegant, wie man sie bei amerikanischen Autoren so bewundert.

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VaterDie vaterlose Gesellschaft

Dass fast alle Scheidungskinder bei ihren Müttern leben, haben die meisten Väter akzeptiert, dass sie ihre Kinder aber vielfach nicht mehr oder kaum noch sehen dürfen, empört die Männer. Die Väter sind meist die Verlierer im Geschlechterkampf. Ein ebenso provokantes wie überfälliges Buch.

Matthias Matussek:
Ich bin kein Feminist – so wenig wie ich Impressionist, Futurist, Stalinist, Exhibitionist bin. Ich bin Anti-Ismus. Ich kenne auch keine Frau, die sich heute noch ohne Einschränkung als Feministin bezeichnen würde. Der Feminismus hat sich totgesiegt. Andererseits gibt es Nachholbedarf. Wenn ich an die vielen Männer denke, die zu meinen Lesungen zu meinem Buch “Die vaterlose Gesellschaft” gekommen sind, denke ich an Opfer eines Scheidungs- und Unterhaltssystems, das sie von ihren Kindern fernhält und sie zu Zahlvätern degradiert hat. Haben wir die Gleichberechtigung erreicht? Ich kämpfe um meine Gleichberechtigung, jeden Tag neu. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sie eines Tages erreicht ist.

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