Der neue Matussek ist da!

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Erschienen auf SPIEGEL Online am 15. April 2012



Benedikt XVI. ist die unterhaltsamste Störung der Moderne, die sich der liebe Gott einfallen lassen konnte. Wie der Heilige Vater seine Kritiker ein ums andere Mal widerlegt, ist schon sehr amüsant. Am Montag wird er 85 Jahre alt. Ein Geburtstagsgruß von einem bekennenden Papst-Fan.

Man muss schon reichlich abgestumpft ein, um sich mit diesem deutschen Papst, bei aller Ehrfurcht, nicht schiefzulachen.

Er ist die unterhaltsamste Störung, die sich der liebe Gott einfallen lassen konnte in dem, was wir so selbstüberzeugt Moderne nennen, besonders in Deutschland, wo Moderne nur ein anderes Wort für rasendes Mitläufertum ist.
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Heiliger Vater, wie schön, dass es Sie gibt.

Ich habe von Ihnen zum ersten Mal gehört im Geschützdonner der britischen Boulevardpresse, die den Zweiten Weltkrieg gegen die Deutschen immer gerne noch einmal gewinnen. Da wurden Sie mir präsentiert als “Panzerkardinal” und “Hitlerjunge” und “Gottes Rottweiler”.

Und heraus auf den Balkon traten Sie, ein lächelnder alter Professor, der mit hoher Stimme die frohe Botschaft verkündete.

Das britische Gegröle wurde in Deutschland mit dem Schlachtengesang “Wir sind Papst” beantwortet. Oder waren wir mal wieder diejenigen, die angefangen haben? Auf jeden Fall ist natürlich nichts falscher, als dass wir Papst seien.

Wir sind ganz ausgesprochen NICHT Papst. Weder das Land noch seine Katholiken. Wir legen außerordentlichen Wert darauf, NICHT Papst zu sein.

Bei uns glaubt man, das ergeben Straßenumfragen immer wieder, dass Golgotha eine Zahnpasta ist, und dass wir zu Ostern den Osterhasen feiern. Wir sind aber – besonders diejenigen unter uns, die nicht mehr in die Kirche gehen – fest der Meinung, dass sie nur überlebt, die Kirche, wenn sie ihre “Sexualmoral” korrigiert und der Zölibat abgeschafft wird.

Zumindest sagen das die diversen deutschen Gegenpäpste, allen voran Heiner Geißler, der erstens ohne Sünde ist, wie er jüngst in einer Talkshow noch einmal bekräftigte, und der zweitens die Sexualmoral korrigiert haben möchte, als sei immer noch 1968 und das freie Rammeln ein revolutionäres Programm, und als gäbe es jenseits der 80 nicht doch heilsnähere Fragen, mit denen man sich beschäftigen sollte.

Sie haben da übrigens, Heiliger Vater, in ihren Enzykliken und Predigten eine Fülle von Anregungen gegeben. Und nun muss ich wieder mit Ihnen lächeln: Ihre erste Enzyklika galt der Liebe, der wahren Liebe: “Deus caritas est”.

Und schon in dieser Enzyklika machten Sie deutlich, wie sehr das innere Heil und die Welt zusammenhängen, wie die äußere Verwüstung auch auf eine innere Wüste schließen lässt.

Aber zurück. Ich fand es großartig, wie Sie in ihrer Regensburger Rede ganz gelehrtennaiv den Islam zur Toleranz aufriefen und klar gemacht haben, wie sehr Glaube und Vernunft einander bedingen statt sich auszuschließen. Und da ich Pointen mag, mochte ich auch diese: dass sich die Leitartikler, die sich in der Karikaturen-Debatte der gleichen Argumente bedienten, nun schnappatmend auf Sie losgingen, um endlich – endlich! – die Schreckstarre abschütteln zu können, in die sie nach Ihrer Wahl gefallen waren.

Ich habe Sie kurz davor in Altötting erlebt, nicht weit von Ihrem Heimatort Marktl am Inn, und plötzlich ist mir die Melodie ihres Pontifikats klar geworden. Nämlich wie sehr Sie zwar Theologe und Gelehrter sind, aber wie sehr Sie gleichzeitig in dieser demütigen Volksfrömmigkeit wurzeln, die sich auf den Votivtafeln in der Wallfahrtskirche manifestiert.

In Altötting gab es einen Freiluftgottesdienst. Sie trugen die Monstranz, hielten sie hoch über Ihren Kopf, sie trippelten vorsichtig, Ihre Augen wieselflink links und rechts daran vorbei, gleichzeitig stolz und ergriffen und misstrauisch, als müssten Sie stets darauf gefasst sein, es zu verteidigen, das Allerheiligste. Könnte ja Hans Küng plötzlich mit einem Messer zwischen den Zähnen durch die Absperrung brechen.

Dann habe ich Sie in Madrid erlebt. Und hier eine Bemerkung zu Ihrer Garderobe, Heiliger Vater. Sie sehen manchmal aus wie ein Weihnachtsbaum. Wie schön. Brokat und Ornat. Es funkelt. Ja, Sie schleppen die ganze Kirche mit, ihre Macht, ihre Tradition, ihren Schönheitssinn.

Ihr heiliges Theater. Und das in einer Zeit der radikalen Profanierung, der Verbilligung, der Trivialisierung. Geiz ist geil? Ihre Roben sagen: in your face – hier kommt der heilige Geist! Wiederum zum Brüllen komisch all die verständnislosen Kommentare über die Geldverschwendung, die in dieser Schaustellung sichtbar würde. Der Wert liegt darin, dass sie aussehen wie 2000 Jahre.

Die anderthalb Millionen Jugendlichen, die ihnen dort in Madrid zugejubelt, die dort mit Ihnen gebetet haben, haben das besser verstanden.

Nun hat die Kollegin Florin in der “Zeit” beobachtet: “Manche attackieren das Oberhaupt der Katholiken deshalb, weil ihm Matthias Matussek den Ring küsst.” Aber Heiliger Vater, wir beide wissen, dass es nicht zu diesem Äußersten gekommen ist. Ich hätte übrigens den Ring durchaus küssen sollen, denn ich hätte damit nicht Ihren Ring geküsst, sondern den des Nachfolgers Petri, des Amtes, der Kirche, das wird oft verwechselt, wenn man solche Szenen sieht.

Nein, ich war so aufgeregt darüber, dass ich auf dem Flug nach Madrid kurz neben Ihnen sitzen durfte, dass ich Ihnen nur die Hand gegeben habe. Und sie gedrückt habe mit dem Wunsch, dass Sie den bevorstehenden Besuch bei den Deutschen heil überstehen.

Ich hatte Ihnen mein Buch geschenkt und ein Augustinus-Wort hineingeschrieben, ohne zu ahnen, dass es ein Motiv sein würde bei Ihrem Deutschland-Besuch. Ich wusste nur, dass Sie Augustinus mögen: “Incipit exire, qui incipit amare.” Gemeinsam übersetzten wir: “Nur wer loslässt, beginnt zu lieben”, nur wer hinausgeht, ist überhaupt in der Lage dazu, und da klang doch schon das Wort einer “Entweltlichung” an.

Seither wird gestritten, was damit gemeint ist. Dabei steht das Wort doch in einem Kontext. Sie haben davon gesprochen, die “Weltlichkeit der Kirche beherzt abzulegen”.

Die Weltlichkeit der Kirche in Deutschland nimmt mit jeder Gremienverlautbarung, mit jeder Meinungsumfrage zu Zölibat und Priesterfrauentum Gestalt an. Die Kirche in Deutschland ist reich, missmutig und glaubensmatt. Ihre Theologen haben den Kompass verloren und marschieren in Richtung einer erloschenen grauen Küng-Lehre, die Jesus als charismatischen Menschen und, klar, Revolutionär gelten lässt, der begraben wurde – aber nicht als Gottes Sohn.

Die meisten Katholiken sind nicht mehr in der Lage, das “Credo” tatsächlich zu beten: “Ich glaube an den Heiligen Geist/ die heilige katholische Kirche/ Gemeinschaft der Heiligen/ Vergebung der Sünden/ Auferstehung der Toten/ und das ewige Leben/ Amen.”

Als “kritischer Katholik” würde ich HIER sagen: Das ist nicht mehr zeitgemäß. Kann man das nicht anders formulieren, so mehr in Richtung Osterhase? Also mit dem Zölibat könnte ich mich anfreunden, auch damit, dass es keine Priesterinnen gibt, aber jetzt mal im Ernst: Auferstehung der Toten und das ewige Leben?

Also, wenn ich wahrhaft kritischer Katholik wäre, würde mir hier der Hut hochgehen und ich würde drei weitere Stuhlkreise fordern. Und nun kommen Sie, lieber Papst und Seelsorger, nach Freiburg, und Sie reden, und ich verstehe Sie so: Bevor wir nicht diese Glaubenskerne wieder aufgefrischt und gestärkt haben, zum Beispiel durch verstärkte Anstrengungen in einem gerade ausgerufenen “Jahr des Glaubens”, solange sollten wir die üppig bezuschusste kirchliche Bastelgruppe ‘Traditionszerstörung und Revolte’ ruhen lassen. Und mal wieder den Rosenkranz beten.

Aber da ich ja nur einen “Rabauken-Katholizismus” pflege, wie Christan Geyer es in einer äußerst wirren, gedanklich merkwürdig-verstolperten Papst-Abrechnung zur “heiligen Einfalt” in der FAZ nennt, bleiben mir seine Feinheiten verschlossen. Ich tröste mich damit, dass den Armen im Geiste das Himmelreich winkt.

Aber das Argument des von Geyer zitierten Memorandumstheologen Höhn verstehe ich immer noch nicht. Höhn sieht hinter Ihrer Weigerung, dem Zeitgeist hinterherzulaufen, eine besonders perfide Form von Anpassung, einen Zeitgeist-Trick, um die Kirche voll zu kriegen. Weshalb er, Höhn, mutig all die Sachen fordert in seinem “Memorandum”, die sowieso alle wollen: Aufhebung des Zölibats, Priesterinnen etc.

Ich hab dieses Argument schon nicht verstanden, als er es mir in der Katholischen Akademie in einem Podiumsgespräch entgegenhielt. Beziehungsweise: Ich habe nicht verstanden, was daran verkehrt sein sollte. Auch wenn Ihre Zeitgeist-Abkehr, Heiliger Vater, nicht als Marketing-Maßnahme beabsichtigt war, sondern einer inneren Wahrheit verpflichtet ist – so wäre sie meiner Ansicht nach doch sehr wirkungsvoll.

Ja, meine tiefe Überzeugung ist, dass die Kirche der Ort sein sollte, wo wir uns dem Hochmut der Moderne entziehen dürfen. Aufatmend die Ohren verschließen vor dem Geplärr der nächsten Welterklärung, des nächsten Systemsturzes, der nächsten Fünf-Minuten-Mode, der nächsten Sau, die durchs Dorf rennt, und sich stattdessen der ewigen Wahrheit zuwenden.

Antimodern ist mittlerweile nach “antisemitisch” die deftigste Ausschlussvokabel aus dem “kulturellen Diskurs”, ja aus der “demokratischen Gemeinschaft” überhaupt. Meistens übrigens werden beide Attribute in einem Atemzug genannt, wie jetzt gerade von dem Kollegen Diez in einer Literaturkritik. Was ist eigentlich an “antimodern” so schlimm? Mir hängt das Moderne-Geklapper zum Hals raus. Ja, ich finde Michelangelos “Pieta” beeindruckender und tiefer und schöner als die aufgeblasenen Riesen-Ballon-Pudel von Jeff Koons. Ich bin gerne antimodern.

Aber zurück zu Ihrem Deutschland-Besuch, Heiliger Vater. Wieder musste ich lachen, als Sie zielstrebig auf den Stuhl von Bundestagspräsident Norbert Lammert losgingen. Und wie Sie anschließend das Parlament so wunderbar überforderten. Wie Sie den Grünen die grüne Idee erklärten und allen übrigen den Unterschied zwischen Wahrheit und Mehrheit klarmachten. Denn der ist gewaltig, auch heute. Besonders hier im Reichstag, sagten Sie, sei exemplarisch vorgeführt worden, wie fürchterlich die Mehrheit gegen die Wahrheit entscheiden kann. Seitdem dürfte klar sein: Manchmal muss man ertragen, in der Minderheit zu sein. Ich bin gerne Minderheit.

Und das empfahlen Sie auch Ihrer Kirche, wie in Rom im letzten Jahr in einem Priesterseminar: “Wir wollen nicht immer konform, angepasst sein, gelobt werden, wir wollen nicht den Schein, sondern die Wahrheit, und das gibt uns Freiheit – und zwar die wahre christliche Freiheit: das Freisein von dieser Notwendigkeit, gefallen zu wollen, so zu reden, wie die Masse denkt, dass es sein müsste.” Ich finde es wunderbar, wie Sie mit sanfter, hoher Stimme “Nein” sagen, und das in einem guten Dutzend Sprachen, aber auf Deutsch hört es sich besonders schön an. Weil die anderen Sprachen dieses Nein gar nicht so sehr benötigen. Unsere Kirche ist eine wunderbare Weltkirche, und der deutsche Stuhlkreis macht gerade mal 2 Prozent dieser gewaltigen Gemeinschaft aus.

Die hat andere Probleme, die Sie in Ihrem österlichen Segen an die “Stadt und den Erdkreis” angesprochen haben: das schiere Überleben nämlich für unsere Brüder und Schwestern, die ihren Glauben bekennen, in Nigeria, im Sudan und anderswo.

Die Weltkirche braucht Sie, Heiliger Vater.

Die größte Provokation für Ihre Gegner ist wohl, dass Sie jetzt gegen alle Wetten tatsächlich Ihren 85. Geburtstag feiern. Als Sie gewählt wurden, machten sich Ihre Gegner Mut damit, dass es wohl nicht lange dauern würde.

Nun haben Sie sie schon wieder geärgert.
Und ich lach mich schief.

Danke dafür.

15 Kommentare zu „Heiliger Vater, ich lach mich schief“

  • Ja, zum Schieflachen. Zum Beispiel, als er vor Ostern verkündete, Gott habe ihm gesagt, dass ein Priester ein Schniedel haben muss.
    Und so schön antimodern: lädt sogar sonst unerwünschte Diktatoren wie Jesuitenzögling Robert Mugabe in den Vatikan. Wie er dann die Ampulle mit dem Schluck Blut seines Vorgängers abgeknutscht hat, war dann wieder zum Schieflachen.

  • Olligenes:

    Bin dáccord mit Ihnen, Herr Matussek: Michelangelo spricht mich auch mehr an als Jeff Koons (allerdings rührt mich seine Madonna in Brügge wesentlich mehr als seine Pieta im Petersdom ).
    Ich bin auch jedesmal beeindruckt, wenn ich wieder in Köln vor dem Dom stehe, und in Venedig floh ich vor der Hektik des Tourismus sogar freiwillig in die kontemplative Ruhe eines Gotteshauses.
    Ich bin seit zehn Jahren mit einer gläubigen Polin zusammen. In der Schule begeisterte mich Augustinus, über den ich mal ein Referat gehalten habe ( “Die Zeit verletzt niemand. Die verletzt werden, sind Menschen, und Menschen sind es, von denen sie verletzt werden.”)
    Dabei bin ich Atheist. Zum Schieflachen.

  • Olligenes:

    Kommentar zur Wiedergabe meines Kommentars zur vorübergehenden Cancelung meines ersten Kommentars:
    Chapeau, Sie haben mich positiv enttäuscht und blamiert, Punkt für Sie!
    Ich hätte da zwar noch ein passendes Augustinus-Zitat zur Hand ( “Besser auf dem rechten Weg hinken, als festen Schrittes abseits wandeln.”), aber besser gefällt mir da ein Spruch von einem anderen Schwergewicht, der ebenfalls an Gott glaubt, genauer an den Fußballgott: “Kinder, wenn ich, wie ihr, ständig Angst vor Blamagen gehabt hätte in meinem Leben, dann wäre ich heute noch B-Jugend-Trainer!” ( Reiner Calmund)

  • ewald:

    danke herr matussek kämpfen sie weiter wie bisher für die katholische,papstfreundliche Minderheit in Deutschland und ebenso engagiert,unabhängig und mutig gegen die herrschende Katholikenfeindlichkeit ( um nicht zu sagen Katholikenhasser mit schaum vor dem Mund )

  • Christa Wellenreuther:

    Lieber Herr Matussek,

    das sind mal wieder klare Worte. Danke und kämpfen Sie weiter! Im Gebet werde ich Sie unterstützen. Ich gehöre auch zu den wenigen Papsttreuen in Deutschland und weiss was das heisst.

    Die letzte Talkshow mit Herrn Geissler, dem UNFEHLBAREN, ist mir noch in guter Erinnerung. Ich denke manchmal, es muss noch viel gebetet werden, damit die Menschheit von solchen “Brunnenvergiftern” Abstand nimmt.

    Alles Gute für Sie!

  • ewald:

    nochmal danke, Herr matussek, für ihren mutigen auftritt bei anne will

    die talkshow war aus mehreren Gründen gut

    1. ich bin auf sie aufmerksam geworden und habe festgestellt, daß wir weitgehend den gleichen Lebensweg ( ich war aber kein 68 er,andererseits habe ich das studium beendet ),die gleichen Meinungen ,den gleichen katholischen Glauben und das sichere wissen haben,daß die öffentlichen Medien und deswegen die mehrheit der deutschen bevölkerung weitgehend katholikenkritisch sind

    2 Die sendung hat gezeigt, daß der weg von Kritik zu Katholikenfeindlichkeit und – Haß nicht mehr weit ist
    ( hoch leben die Phrasen wie Toleranz, Meinungsfreiheit,Anstand, Würde etc ).
    Warum Frau Will zum Thema Sinnfrage und Glaube/ bzw Nichtglaube nicht Frau Käsmann oder ein Mitglied der humanistischen Union eingeladen hat , ist bezeichnend . Statt dessen die gleichen Angriffskeulen gegen die Katholiken ( Zölibat, Frauenrecht,Kondome,Mißbrauchsfälle etc ) und die gleichen Rollen der geladen Gäste. en Als Vertreten der Katholiken werden üblicherweise eingeladen Ordensleute und Nonnen um ,sie der Lächerlichkeit preiszugeben oder katholikenkritische Intellektuelle wie Geißler,ute heinemann,drewemann hans küng etc

    3 es ist gut, daß sie – als freier Mensch und Bürger – dem Paroli bieten aber auch bieten können, weil sie irgendwann mal 68- und marxist waren und keinen Rücktritt aus irgendwelchen Ämtern oder sonstige Repressalien zu befürchten haben. Hohn,spott und Häme und sogar Haß können die echten oder braven Katholiken ( wie sie der deutsche Papst ) nennt aushalten ebenso die Tatsache daß wir inzwischen in deutschland eine Minderheit ohne Minderheitsrechte sind,

  • Dr. Wilfried Schouwink:

    Sehr geehrter Herr Matussek

    Als Münsteraner bereits gesetzeren Alters (Abiturientia Paulina 66/1) habe ich katholisches Selbstbewußtsein
    und die Freude daran gerade wie Sie gleichsam mit der Muttermilch eingesogen. Wie nur wenige unserer Art haben Sie sich ins publizistische Schlachtengetümmel gestürzt. Als Nicht(mehr)-Fernseher erfahre ich von Ihren entsprechenden Auftritten nur aus Presse und Internet. Bezüglich des anstößigen Vergleichs kam mir der Gedanke: Natürlich kam man Gott und Hitler oder auch katholische Kirche und Nazis in einem Satz nennen und vergleichen. Wer hätte das besser gewußt als unser seliger Bischof Clemens August von Galen? Geht es doch hier um unseres Erachtens berechtigte oder unberechtigte Absolutheitsansprüche, z. B. die Frage “Wer soll Herr über Leben und Tod sein?” Ein befreundeter evangelischer Pfarrer sagte mir des öfteren, er habe den Eindruck, Farbenblinden Farben erklären zu müssen. Geht es Ihnen nicht manchmal auch so?

    Bei Ihrer so notwendigen Arbeit weiterhin das rechte Selbstbewußtsein und die Fröhlichkeit der Kinder Gottes! das wünscht Dr. W. Schouwink

  • August:

    Von wegen seliger Bischof Clemens August von Galen:

    „die höchsten Führer unseres Vaterlandes erleuchtet und gestärkt hat, dass sie die furchtbare Gefahr, welche unserem geliebten Volke durch die offene Propaganda für Gottlosigkeit und Unsittlichkeit drohte, erkannt haben und sie auch mit starker Hand auszurotten suchen“ (1933, nach der Machtergreifung)

    über die gefallen deutschen Soldaten: “Sie wollen Blutspender sein, auf dass das an Altersschwäche und anderen Übeln erkrankte Volk wieder jugendlich gesunde und aufblühe. Sie wollten in einen neuen Kreuzzug mit dem Feldgeschrei ´Gott will es` den Bolschewismus niederringen, wie es vor wenigen Jahren der spanische Befreier Franco in einer Rede zu Sevilla mit christlicher Zielsetzung rühmte” (1942)

    Für ihren “heroischen Opfermut” lasse Gott den christlichen Soldaten “ewige Herrlichkeit und Lohn zuteil werden, ganz ähnlich wie den heiligen Märtyrern (Hirtenbrief 1941)

  • Christof Lebek:

    Sehr geehrter Herr Matussek,

    ich bin an dieser Stelle falsch mit meinem Kommentar, der sich auf Ihr neues Buch bezieht. Eine passende Stelle auf Ihrer Homepage habe ich nicht gefunden.

    tatsächlich, es scheint eine Provokation zu sein. Man will, oder anders, ich will es nicht wahr haben, dass heutzutage Intellektuelle, die nicht direkt aus klerikalen Kreisen kommen, den Mut haben solche Inhalte zu vermitteln.
    In der allgemeinen gesellschaftlichen Konfusion, stehen Sie ganz gerade und überzeugend nicht nur zum christlichen, katholischen Glauben und der Kirche aber auch deutlich zu der abendländischen Kultur.
    An einigen Stellen überspitzen Sie bis zur Groteske, provozieren, ja herausfordern. Ich glaube, dass das Zitat von Bischof Dyba “vielleicht müssen wir notfalls zurück zu Katakomben” den Kern Ihrer Auseinandersetzung darstellt.

    Die Orientierung nicht verlieren, auch dann nicht, wenn manche, sogar viele “die Veranstaltung” verlassen. Ich bin der Meinung, dass die sich wie ein Feuer ausbreitende Orientierungslosigkeit die größte Gefahr für unsere Demokratie darstellt.
    Ich will Ihnen nicht zu viel Zucker streuen, das haben Sie nicht nötig. Mit Ihrem Buch und Gedankengut geben Sie vielen Zweifelnden gradlinige Orientierung. Sensationell!

    Viele Grüße

    Christof Lebek

  • Olaf:

    Weiter so Herr Matussek, das übliche Katholen Bashing in den Medien ist ja nicht zu ertragen, die Leute werden ja ganz meschugge dadurch, wie man auch an einigen Kommentaren sehen kann.

  • Juergen:

    Lieber Matussek, wenn Sie wieder in eine Talshow einsteigen, wie kürzlich bei Maischberger, sollten Sie sich mit besseren Argumenten wappnen. Die Schwächen der Islamisten finden Sie bei DAN DINER “Versiegelte Zeit” oder in
    allem, was Prof. BASAM TIBI schrieb. Die Charakterisierung dessen, was uns da entgegen tritt, ist viel einfacher als gedacht. Man soll es sich nur von ausgewiesenen Politikwissenschaftlern sagen lassen, statt von Journalisten.
    Bitte, zügeln Sie ihr Temperament. Selbst die beste und richtigste Absicht verpufft, wenn es zu feurig hergeht.

  • Juergen:

    ZUSATZ: Ich bin gegen Zölibat und für Geburtenregelung. Jedoch, warum sagt den Leuten keiner, was für ein politisches Schwerst-Argument dahinter steckt ? Alle tun so als gründe dies auf Privatansichten Benedikts. Oder, man müsse es so locker sehen wie die, übrigens vor dem Kollaps stehende, evangelische Kirche. Warum sagt den interessierten Leuten niemand, dass die Oekumene die Rettung bedeutet vor dem finanziellen und gesellschaft-lichen Niedergang der Reformkirche — und von ihr deshalb so begehrt wird ? Freilich auf Kosten der Katholiken, die stärker verankert sind und in allem besser gesichert.

  • Hubsi:

    Heiliger Vater ist eigentilich Raub eines Titels. Ebenso der Titel Brückenbauer. Diese Titel stehen nur Jesus zu.
    Übrigens, Jerusalem ist die heilige Stadt, nicht Rom. Die Juden sind die irdischen Brüder Jesu. Wenn Jesus wiederkehrt, dann wird er die Sachen richtigstellen.
    Die Päpste haben sich noch nie bei den Juden dafür entschuldigt, dass sie mit Hitler zusammengearbeitet haben, daß sie gegen einen Judenstaat waren – obwohl die Propheten die Gründung des Judenstaates vorausgesagt haben – und dass sie die Menschen zum Götzendienst verführen. Der Katholizismus gleicht einem Hinduismus.
    Viele Grüße
    Hubsi

  • mathieu:

    Ich wollte Ihnen widersprechen, Herr Matussek, aber angesichts der zustimmenden Kommentare hier sind Sie ja gestraft genug.

  • ewald:

    widersprechen sie herr mathieu; wir haben meinungsfreiheit ohne grenzen:
    was glauben sie, was unter dem feigenblatt der Anonymität,der Kunstfreiheit,Pressefreiheit gelogen und verbogen,,geheuchelt und gemeuchelt,beleidigt und beschimpft wird.was mich an dieser Meinungsfreiheit stört ?
    1. diese bodenlosigekit : es gibt wissen und Nichtwissen;meinen und glauben ist Nichtwissen.nur wenige wissen,daß sie nichts wissen oder wissen können.Die meisten glauben, alles zu wissen.
    2 diese schrankenlosigkeit: kunst,kultur,filmemacher, journalisten beleidigen und verunglimpfen allein zum zweck,andere personen in ihrer würde,ehre oder ihren gefühlen zu verletzen:die gleichen Beleidiger faseln dann von anstand und moral,menschenwürde und menschenrechten
    3. diese einseitigkeit. Wir erleben seit langem eine antiKKW ( anti-konservativ-katholische Welle )Sie brauchen nur den Namen Papst,Bischof,benedikt,mixa oder seit neuestem Matussek erwähnen ,oder einen konservativen Politiker ( sei es bush,reagan,kohl,gutenberg,wulf , erst recht bayrische politiker ,die katholisch und konservativ sind wie söder,seehofer,dobrindt stoiber strauß ) , dann … ja dann wird die antiKKW zur flut,die alles niederbashed.

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