Der neue Matussek ist da!

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Archiv für September 2011


Erschienen in SPIEGEL Ausgabe 39/2011

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Klaus Kinski war der Expressionist des deutschen Kinos, eitel, größenwahnsinnig, verletzlich. Jetzt ist sein Nachlass in Buchform erschienen.

Gleich zwei runde Jubiläen liegen ja nun in Reichweite, um an Klaus Kinski zu erinnern, diesen zartesten aller Berserker, diesen Dadakünstler der Selbstvermarktung.

Da wäre der 85. Geburtstag jetzt im Oktober, im November dann der 20. Todestag, und sofort fällt uns schmerzlich auf, wie sehr unseren Tagen alles Kinski-hafte, also poetisch Maßlose, abgeht.
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Erschienen auf SPIEGEL Online am 21. September 2011



Kurz vor seinem Deutschland-Besuch hat sich die Kritik an Benedikt XVI. zu einer regelrechten Besessenheit gesteigert, meint Matthias Matussek. Der neue Kulturkampf wird nicht zwischen Protestanten und Katholiken ausgetragen, sondern zwischen Zeitgeistlern und Beharrungs-Religiösen. Eine Polemik.
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Erschienen in SPIEGEL Ausgabe 38/2011

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Warum der Katholizismus nicht protestantisch werden darf

Es war dieser Moment, der das sechsjährige Pontifikat von Benedikt XVI. in einem Bild zusammenfasste: der weißhaarige Hirte der Weltkirche im Sturm. Unbeirrt, aber lächelnd.

Es geschah auf dem Feld der “Vier Winde” in Madrid, der alte Pontifex am Altar, zu seinen Füßen rund anderthalb Millionen Jugendliche im Gras, als ein Sturm aufkam, ein Brausen, das alles verschluckte und am goldenen Lebensbaum rüttelte, der dem Papst als Baldachin diente. Man spannte einen Schirm vor ihm auf gegen den Regen, doch eine seitliche Kamera behielt ihn im Fokus, und alle konnten sehen: Er lächelte. Die Mozzetta war verrutscht, die Haare zerzaust, doch der Papst lächelte gegen den Sturm an, und das war es, was die Großbildwände übertrugen. Dann diese Geste mit der Hand, ihr seid nicht allein, ich halte mit euch aus, und die Jugendlichen aus allen Ländern der Erde verstanden und feierten ihn. Als der Sturm vorüber war, rief der Papst: “Danke für eure Fröhlichkeit”, das als Erstes, und “danke für eure Ausdauer”, und das war im Kern das, was er ihnen ohnehin sagen wollte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Märkische Allgemeine:
Matussek mit seinem neuesten Buch in der „Arche“

POTSDAM / INNENSTADT – Gerade noch hatte er dem Rbb ein Interview gegeben, da betrat Matthias Matussek am Dienstagabend, zwar leicht verspätet, aber mit dem Stolz eines Gladiators den bis in den letzten Winkel mit Stühlen zugestellten Vortragssaal der „Arche“. Er zwängte sich durch die Reihen seiner Fans bis nach vorn an seinen Arbeitsplatz neben dem Büchertisch, auf dem auch sein neuestes Buch „Das katholische Abenteuer“ gestapelt lag.
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Fass ohne Boden -
Die Sorge der Deutschen um Euro, Wohlstand und Sicherheit


Die Kanzlerin hat gekämpft – für Europa und für den Euro. Eindeutig und engagiert hat sich Angela Merkel für Europa stark gemacht.
Vielleicht auch, weil die Entscheidung über den Rettungsschirm auch eine Entscheidung für oder gegen Angela Merkel sein kann. Das Schlimmste, der finanzielle Kollaps und die Insolvenz europäischer Staaten der Eurozone, konnte bislang verhindert werden, doch der Patient ist noch längst nicht über den Berg. Im Gegenteil.
Die Angst wächst

Unruhige Zeiten: Die Angst um Euro, Wohlstand und Sicherheit wächst.
Noch befürworten viele Bürger in Deutschland als Konsequenz der europäischen Krise ein Mehr an europäischer Politik. Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind sogar überzeugt, dass die Politik der Entwicklung nur noch hinterher hecheln kann und die Entscheidungen längst in den Vorstandsetagen von Wirtschafts- und Finanzunternehmen getroffen werden. Allmählich kriecht also die Angst in die deutschen Wohnzimmer, weil eine Rettung der nächsten folgt und man spürt, dass Wohlstand und Sicherheit auf dem Spiel stehen. Was ist demnach zu tun, um den Menschen die Sorgen zu nehmen und Zuversicht zu verbreiten? Darüber diskutiert WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn am Sonntag im ARD-Presseclub mit seinen Gästen.
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