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Archiv für April 2010

YouTube Preview ImageVendetta, darum geht es! Videoblogger Matthias Matussek kann schließlich nicht tatenlos zusehen, wie ihm Apple-Chef Steve Jobs seinen Blog klaut – alles für sein iPad. Und so bleibt Matussek nur eine Chance: der Pate.


Erschienen auf SPIEGEL-Online am 17. April 2010

Die ARD feiert ihren 60. Geburtstag. In der legendären Talkrunde “3nach9″, der dienstältesten des Senders, sollte über das Jubiläum gesprochen und daran erinnert werden. Doch einer versagte: Ich. Die Beichte eines Betroffenen.

Es ist wie mit dem sprichwörtlichen Treppenwitz Diderots. Der Treppenwitz ist jener geistreiche Gedanke, jenes schlagende Argument, jene anschauliche Anekdote, die einem immer einen Moment zu spät einfällt, nämlich auf dem Weg zur Treppe hinaus. Gott sei Dank gibt es SPIEGEL ONLINE, wo man sie nachreichen kann.

Ich war von “3nach9″ wohl eingeladen worden als Augenzeuge der ersten Stunde. Ich war neben Regisseur Volker Schlöndorff und Kultstar Uli Lommel aus Hollywood der älteste in der Runde. Gleichzeitig sollte ich wohl als Brücke zur Internet-Generation dienen, wegen meines Blogs hier auf dieser Seite.
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Die Heftigkeit unserer TV-Diskussion ist in der Intensität der Mails, die mich erreicht haben, gespiegelt worden, sowohl hier, wie auf facebook, wie privat. Warum ist das so? Weil es nichts Persönlicheres als den Glauben gibt. Hier ist jeder wund.
Für die vielen aufmunternden mails bedanke ich mich. Die Schmäh-mails muß ich wohl ertragen. Wer seinen Kopf rausstreckt, riskiert Watschen, das war mir klar. Bisweilen habe ich Fans verprellt. Eine Frau schrieb mir, dass sie mich immer als Zyniker geschätzt habe – und nun das! Tja. Augstein sagte mal, dass jeder Zyniker ein enttäuschter Idealist ist.
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WillWie lässt sich im öffentlichen Raum über den Glauben reden in dieesen Zeiten, wie lässt sich über die Kirche reden, ohne dass es verrutscht?
Natürlich haben Kirchenvetreter Unrecht begangen, diejenigen, die sich an ihren Schutzbefohlenen vergriffen haben, und auch diejenigen, die solche Handlungen vertuscht haben. Wie selbstverständlich ist es also, zu sagen: wir müssen dafür uns entschuldigen, und zwar die ganze Kirche.
Ich habe darauf hingewiesen, dass genau das geschehen ist: In den Karfreitagsfürbitten, also im innersten Kern der Lithurgie am heiligsten Tag des Kirchenkalenders. Alle knieten sich da hin. Sicher hätte sich auch der Papst Ostern dazu äußern sollen, und ich war darüber enttäuscht, dass er es nicht tat.
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Erschienen in SPIEGEL Ausgabe 15


SP1015
Mark Twain war Amerikas größter Schriftsteller. Seine Leser feierten ihn wie einen Rockstar. Er galt als Humorist, aber den imperialen Größenwahn seiner Zeit attackierte er grimmig. Amerika könnte ihn heute, 100 Jahre nach seinem Tod, gut gebrauchen.

Nehmen wir an, er würde noch einmal zurückkehren, auf Heimaturlaub sozusagen, um seinen 100. Todestag zu feiern, makaber vielleicht, aber es ist das einzige runde Datum, das greifbar ist, und da oben werden Sondergenehmigungen nur für Jubiläen erteilt.

Samuel Langhorne Clemens (1835 bis 1910), bekannter unter dem Namen Mark Twain, ein Spezialist übrigens auch für Zeitreisen, würde also ordnungsgemäß auschecken und im Harvard Faculty Club in Cambridge Platz nehmen, schwere Sitzpolster, Ölgemälde, vertraute Gauner, die er von oben kennt, und er würde sich ärgern, weil er nirgendwo mehr rauchen darf. Kannte er anders.
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Am 11.April 2010 um 21 Uhr 45 diskutierte ich bei Anne Will über den Papst. Hier können Sie sich die Sendung noch einmal ansehen.

YouTube Preview ImageWer saß neben Bischöfin Käßmann? Wie ist das Coca-Cola-Rezept? Und wo wurde die Mondlandung wirklich gedreht? Videoblogger Matussek kennt die Antworten.